Pressemitteilung - Baufortschritt am Zentralklinikum - Landkreis und Klinikverbund berichten über aktuellen Projektstand

Der Bau des Zentralklinikums in Twistringen-Borwede entwickelt sich weiter positiv. Klinikverbund und Landkreis Diepholz sehen das Großprojekt auf einem klaren, stabilen Kurs und betonen die sichtbaren Fortschritte im Fundament- und Tiefgeschossbereich.

Die Bauherren zeigen vor Ort, dass die bauliche Struktur, die Energieversorgung sowie die zukünftige medizinische Ausrichtung Form annehmen.

Auf der Baustelle prägt derzeit die Herstellung der unterirdischen Gebäudeteile das Bild – ein bewusster Teil des architektonischen Konzepts. „Das Zentralklinikum soll sich flach und harmonisch in die Landschaft einfügen“, betont Landrat Volker Meyer. „Deshalb verlagern wir große Teile der Baumasse unter die Erdoberfläche. Genau dieser Ansatz ist aktuell sehr gut sichtbar.“

Die Arbeiten am Fundament verlaufen weiterhin zielgerichtet. Die Struktur des Tiefgeschosses nimmt bereits konkret Gestalt an, Stützpfeiler und erste Wandabschnitte sind gesetzt. „Die komplette Tragkonstruktion des Klinikgebäudes schreitet zügig voran. Unsere Priorität ist ein solides Fundament, das dauerhaft sicher steht“, erklärt Uwe Lorenz, Sprecher der Klinikverbund-Geschäftsführung. Die Decke des Tiefgeschosses soll Anfang 2026 betoniert werden.

Das spätere Klinikum wird konsequent auf eine moderne Patientenversorgung ausgerichtet sein. Alle Patientenzimmer werden außenliegend angeordnet. „Damit gewährleisten wir für jede Patientin und jeden Patienten freien Blick ins Grüne – ein klares Qualitätsmerkmal unseres Neubaus“, so Uwe Lorenz.

Über dem Tief- und Sockelgeschoss entstehen unter anderem Geburtshilfe, Aufnahmebereiche und insgesamt acht Pflegestationen. In Summe wird das Zentralklinikum 378 Betten bieten, ergänzt durch funktionale Strukturen wie Notaufnahme, Radiologie und mehrere Operationssäle.

Ein zentraler Baustein des Projekts ist das nachhaltige Energiekonzept. Die Klinik wird Strom aus einem nahegelegenen Windpark beziehen und durch drei große Eisspeicher – jeweils mit einem Volumen von 800 Kubikmetern – sowohl Wärme als auch Kälte erzeugen. „Die Kombination aus Windstrom und Eisspeichertechnologie ermöglicht erhebliche Energieeffizienz. Wir rechnen damit, langfristig mehrere Hunderttausend Euro pro Jahr einzusparen“, erklärt der technische Leiter Christian Busch. Damit bilde das Zentralklinikum eine der modernsten Krankenhausinfrastrukturen der Region und darüber hinaus.

Bezüglich der zukünftigen Leistungsgruppen steht der Landkreis in engem Austausch mit dem Land Niedersachsen. „Die Abstimmungen laufen konstruktiv“; so der Landrat. „Welche Leistungsgruppen das Zentralklinikum künftig vorhalten wird, entscheidet sich im Zuge der anstehenden Krankenhausreform. Unabhängig davon steht für uns fest: Die neue Klinik wird medizinisch deutlich stärker aufgestellt sein als die drei bisherigen Standorte zusammen.“

Trotz einzelner Verzögerungen durch Witterung, Grundwasserabsenkung und archäologische Untersuchungen halten die Projektträger am Gesamtziel fest. „Was wir zeitlich durch Ereignisse wie Starkregen oder die archäologischen Arbeiten verloren haben, versuchen wir an anderer Stelle wieder aufzuholen“, unterstreicht Kreisrätin Ulrike Tammen. „Ziel ist nach wie vor die Eröffnung im Jahr 2028.“

Auch finanziell bleibt das Projekt im vorgesehenen Rahmen. Bewilligt sind 326 Millionen Euro, eventuelle förderfähige Mehrkosten werden vom Land unterstützt. Die Bauarbeiten laufen noch bis Mitte Dezember auf Hochtouren, bevor eine kurze, reguläre Winterpause eingelegt wird. Ab dem 5. Januar werden die Arbeiten fortgesetzt.

 

 

Bild der nebeligen Baugrube
Gruppe aus Politik und Unternehmensleitung schauen in die Baugrube